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Mirion Technologies Inc. bietet Produkte und Dienstleistungen zur persönlichen Dosimetrie an, die primär von medizinischem Personal in der Nähe von medizinischen Bildgebungsgeräten eingesetzt werden. Sie finden aber auch weltweit Anwendung in Kraftwerken, der Fertigungsindustrie, der Abfallwirtschaft, dem Bergbau, dem Baugewerbe, der Luft- und Raumfahrt, Forschungslaboren sowie der Öl- und Gasindustrie zur Überwachung der berufsbedingten Exposition gegenüber ionisierender Strahlung. Eine dieser Lösungen ist das Thermolumineszenz-Dosimeter (TLD), ein komplexes Instrument mit einem spritzgegossenen Gehäuse und einer Geräteabdeckung. Mirion erkannte die Möglichkeit, das Gehäuse, das bisher von einem Kunststoffteilehersteller bezogen werden musste, zu vereinfachen.
Da das TLD-Gehäuse selbst als Dosimeter dient, indem es die internen Komponenten des Detektors beherbergt, muss das gesamte Gerät zur Aufbereitung zurückgesendet werden. Dieser Prozess involviert viele Personen, erklärte Lou Biacchi, Präsident der Dosimetrie-Abteilung von Mirion. Reuters MD+DI. „Alte Dosimetergehäuse werden recycelt und wiederverwendet und nach der Entsorgung an einen anderen Käufer zurückgegeben – wiederum über die Hände vieler Menschen.“
Mirion entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Blistermaschinenhersteller Maruho Hatsujyo Innovations (MHI) ein vereinfachtes System. MHI bietet Prototyping-Services für Blistermaschinen der nächsten Generation an und nutzt dafür 3D-Drucktechnologie zur Herstellung von Testprodukten. Für seine Blisterverpackungsmaschine EAGLE-Omni hat MHI 3D-Prototyping-Werkzeuge entwickelt, mit denen Blisterprototypen erstellt werden können, die herkömmlichen Metallwerkzeugen sehr ähnlich sehen. „Dadurch können wir das Design des Stents vorab überprüfen und bei Bedarf Anpassungen vornehmen, was zu einem optimierten Endprodukt führt“, erklärte Biacchi gegenüber MD+DI.
Mirion und MHI entwickelten daraufhin gemeinsam eine neue Kunststoffblisterverpackung, um die internen Komponenten und Detektoren des Dosimeters effizienter und effektiver zu schützen. Byacchi erklärte gegenüber MD+DI: „Durch diese Zusammenarbeit konnten wir den Herstellungsprozess und die Materialien vereinfachen. Das Ergebnis: recycelte Materialien – PET-Bodenfolien und dünnere PET-Oberfolien – sind nachhaltiger als geplant. Auch die Lagerung wurde vereinfacht, da wir nun nur noch Materialrollen anstelle weniger, sperriger Einzelteile lagern müssen.“
Byakki zufolge wurde auch das Außengehäuse des Dosimeters überarbeitet, um den Bedarf an mehrteiligen, spritzgegossenen Halterungen zu reduzieren und die Reinigung des Geräts nach jeder Verwendung zu vermeiden. „Das Außengehäuse des Dosimeters wurde neu gestaltet, indem das Hartschalenetui durch eine Kunststoffblisterverpackung ersetzt wurde. Diese enthält die internen Komponenten und Detektoren des Dosimeters – das Herzstück des Geräts – und sorgt so für verbesserte Sicherheit, neue Funktionen sowie eine effizientere Wiederverwertung und Fertigung.“ Das Dosimeter selbst, seine technischen Komponenten, sind unverändert geblieben.
„Laut Vertrag muss der Besitzer des neuen TLD-BP-Dosimeters lediglich die Blisterverpackung (Vorderseite) mit den internen Komponenten zurücksenden und die Rückseite des Dosimeters mit Ständer/Clip mitnehmen. Alle Blisterverpackungen werden anschließend entnommen und (sicher im inneren Detektor versiegelt) ersetzt, sodass der Benutzer eine brandneue Blisterverpackung erhält. Daher ist es nicht nötig, die hintere Halterung/den Clip zurückzusenden und eine neue, versiegelte Blisterverpackung zurückzugeben, wodurch das Risiko einer Kreuzkontamination erheblich reduziert wird.“
Für die Produktion neuer Blisterverpackungen hat Mirion in seinem Werk eine MHI EAGLE-Omni Blistermaschine installiert. Die Deep Drawing Eagle-OMNI ermöglicht die manuelle Prototypenerstellung für vollautomatische Prozesse und führt Form-, Siegel- und Stanzvorgänge in kontinuierlichen Stationen durch. Sie kann mit einer Vielzahl von Formmaterialien wie PVC, PVDC, ACLAR, PP, PET und Aluminium sowie mit verschiedenen Deckelmaterialien wie Aluminium, Papier, PVC, PET und Laminat verwendet werden.
Das neue Design des TLD erfüllte die Bedürfnisse der Anwender. „Neben den bereits erwähnten Vorteilen in Bezug auf Schutz und Fertigung ist die einfache Handhabung ein entscheidender Vorteil, da der neue Ständer einfach in einen Clip eingeklickt und am Gürtel oder anderswo befestigt werden kann“, erklärte Byakki gegenüber MD+DI. „Das neue Dosimeter erfüllt die gleichen Anforderungen wie seine Vorgänger; seine wahre Stärke liegt jedoch darin, dass es ein bisher unerfülltes Bedürfnis befriedigt. Die Vorteile dieses innovativen Designs liegen auf der Hand. Anwender profitieren davon, stets eine neue, frische Blisterverpackung zu erhalten. Dies reduziert das Risiko einer Kreuzkontamination beim Empfang von Dosimetern zum Recycling/zur Wiederverwendung und senkt die Portokosten (für den Versand der Dosimeter zur Entsorgung und zurück). Dies wird dadurch erreicht, dass der Halter/Clip nicht mehr zusammen mit der Blisterverpackung zurückgesendet werden muss.“
Mirion führte interne Beta-/Prototypentests sowie Abnahmetests (UAT) der neuen Blisterverpackung durch.
Veröffentlichungsdatum: 22. September 2022
